Cohn-Bendit, l’imposture (Hochstapler, Betrüger, Lügner, Schwindler)

von Paul Ariès, Florence Leray

Dieser Mensch gehört zur Kaste derjenigen, die bereits zu Lebzeiten in die Geschichte eingehen. Man sagt von ihm, dass er aus dem Bauch heraus spricht, cholerische Wutausbrüche vor den Kameras produziert und wie ein ewiger Jugendlicher herumgestikuliert. In Wirklichkeit beinhaltet der Name Cohn-Bendit heute einen solch grossen Gegensatz zwischen Zeichen und Inhalt, dass es dringend wurde, dieses Werk zu veröffentlichen.
Der «Rote Dany» war immer schon mehr liberal als libertär. Er ist der beste Anwalt des grünen Kapitalismus, ein Mensch, den das System benötigt, um seine falschen Lösungen der Krise durchzusetzen. Aus Opportunismus den Grünen beigetreten, lässt ihn sein politischer Weg mehr und mehr sich der enthemmten Rechten annähern. Als Befürworter der Globalisierung und Lieblingskind der Medien verbindet er Oberflächlichkeit mit «supercherie» (Schwindel, Betrug, Hinterlist) zugunsten seines übergrossen Narzissmus.
Dies ist eine Enthüllungsbiographie, die die Abgründe des Menschen beiseite lässt, um sich sehr genau mit dem «Denken des DCB» und den politischen Widersprüchen dieses «Hofnarrs» zu befassen. Auf dem Spiel steht eine Ökologie, die nicht nur ein kapitalistisches Ankurbelungsprogramm sein soll.    •

Paul Ariès ist Politologe, Leiter der Zeitung für politische Analysen «Le Sarkophage», Redaktor bei der Wochenzeitschrift La Décroissance und Mitarbeiter bei Politis. Er ist Autor von rund 20 Büchern.

Florence Leray ist Philosophin, Publizistin und Dokumentarfilmmacherin.

Quelle: Paul Ariès, Florence Leray, Cohn-Bendit, l’imposture,  ISBN 978-2-35341-086-6