Irak, Algerien und Libanon gegen den Appell an Assad zurückzutreten

Der Irak hat den Appell der Arabischen Liga (LAS) an Syriens Präsident Baschar al-Assad abgelehnt, das Amt niederzulegen und die Macht an eine Übergangsregierung zu übertragen.
Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Die Liga war in der Nacht zum Montag in Doha zu einer Sondersitzung zusammengetreten.
Die irakische Delegation distanziere sich von dem Appell. «Für den Minister-Ausschuss der Liga ist es nicht üblich, jemanden zum Rücktritt aufzurufen. Die Entscheidung (über Assads Absetzung) kann nur vom syrischen Volk getroffen werden. Niemand darf sich (in die Angelegenheiten Syriens) einmischen», zitierte Reuters den offiziellen irakischen Regierungsvertreter Ali al-Dabbagh.
Auch Algerien war gegen den Beschluss der Liga. «Assads Rücktritt ist eine souveräne Entscheidung des syrischen Brudervolkes und gehört nicht zum Zuständigkeitsbereich der Arabischen Liga», heisst es in einer Resolution der Liga. Libanon wandte sich am Montag ebenfalls gegen die Einmischung der LAS in die Angelegenheiten Syriens. 
Der Minister-Ausschuss der Liga war nach der Sitzung zum Schluss gelangt, dass Assads Rücktritt helfen würde, das Blutvergiessen in dem arabischen Land zu stoppen. In einer Erklärung bekundete die Arabische Liga die Bereitschaft, Assad zu helfen und die Sicherheit seiner Familienmitglieder zu gewährleisten.    •

Quelle: RIA Novosti vom 23.7.2012