Baubeginn für South Stream früher als geplant

Italienische, französische und deutsche Unternehmen beteiligt

Russland will mit dem Bau der Gaspipeline South Stream nach Europa bereits im Dezember dieses Jahres beginnen und nicht 2013, wie zuvor geplant wurde.
«Gazprom verfügt über alles Notwendige, um die zuvor festgelegten Fristen für den Baubeginn vorzuverlegen», teilte der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, am Freitag mit.
Die Entscheidung, die neue Gaspipeline schneller in Angriff zu nehmen, wurde Miller zufolge nach der entsprechenden Anweisung des russischen Regierungschefs Wladimir Putin getroffen.
Ende Dezember hatte die Türkei Gazprom grünes Licht für die Verlegung der Erdgasleitung South Stream durch das Schwarze Meer gegeben und somit die letzte Hürde für das Projekt aus dem Wege geräumt.
Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa sicherstellen und die Abhängigkeit von Transitstaaten, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern. South Stream gilt als ein Konkurrenzprojekt zu der von der Europäischen Union favorisierten Gaspipeline Nabucco, die Russland umgehen und die Abhängigkeit der EU vom russischen Gas verringern soll.
An dem Projekt mit einem geschätzten Wert von 15,5 Milliarden Euro sind neben dem russischen Energieriesen Gazprom (50 Prozent) auch der italienische Energiekonzern Eni (20 Prozent), der französische EdF (15 Prozent) und die deutsche Wintershall Holding (15 Prozent) beteiligt.    •

Quelle: Ria Novosti vom 20.1.2012