Ist eine Wirtschaft zum Nutzen aller möglich?

von Reinhard Koradi, Komitee selbstbewusste freie Schweiz

Vor 20 Jahren hat das Schweizervolk den Beitritt zum EWR trotz aller Angstmacherei mit gutem Grund an der Urne verworfen. Damals haben wir uns für den Alleingang und zu einem klaren Ja zur Unabhängigkeit unseres Landes entschieden.
Mit Blick auf die Zukunft unseres Landes braucht es erneut ein klares Ja zu einer freien und unabhängigen Schweiz. Zu diesem Ja gehört zwingend ein uneingeschränktes Ja zur Schweizer Landwirtschaft und damit auch zum Werkplatz Schweiz. Die Schweiz hat ihren Platz im internationalen Wettbewerb durch eigene Kräfte, mit gesundem Selbstbewusstsein und einem vorbildlichen Bildungssystem aufgebaut und gesichert. Es sind keine ausländischen «Geschenke», die uns stark gemacht haben. Die aktuellen schweren Wirren – ausgelöst durch die ­Finanz- und Wirtschaftskrise – sind auch für unser Land eine grosse Herausforderung. Wir werden sie meistern, wenn wir uns an den typisch schweizerischen Tugenden orientieren und selbstbewusst den Weg der Unabhängigkeit verfolgen. Zur Unabhängigkeit gehört unabdingbar eine starke, produzierende Landwirtschaft. Dazu gehört auch ein robuster Wirtschaftsstandort Schweiz. Beide sind durch die destruktiven Kräfte der Globalisierung bedroht. Sowohl aus staats-, sicherheits-, und gesellschaftspolitischen Gründen müssen wir unserer Posi­tion im sogenannt «freien Markt» ernsthaft überdenken. Wollen wir unsere Freiheit, Unabhängigkeit, unser politisches System der direkten Demokratie verteidigen, dann müssen wir unsere Fähigkeit zur Verteidigung neu aufrüsten.
Dazu gehört auch der Schutz an unseren Landesgrenzen. Dem freien Güter-, Dienstleistungs-, Kapital- und Personenverkehr müssen wir Schweizer wieder Grenzen setzen. Wollen wir unseren Bauern eine echte Zukunftschance als produzierende Landwirte geben oder den Werkplatz Schweiz auf dem heutigen hohen Niveau halten, dann müssen wir bereit sein, den Grenzschutz im Interesse unseres Landes und der Bevölkerung wieder als Alternative zur Lenkung unserer Volkswirtschaft zu nutzen.
Mit der eidgenössischen Volksinitiative «Für eine Wirtschaft zum Nutzen aller» wird die Diskussion um eine zukunftsfähige Wirtschaftsform in Gang gesetzt. Die Initiative wurde von 15 Weinbauern in der Westschweiz entwickelt. Sie geht über den Schutz der einheimischen Agrarproduktion hinaus und fordert einen sinnvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, ohne dem grünen Ökologiewahn zu verfallen. Das Anliegen der Initianten ist: Schützen, was schützenswert ist. Weiterentwickeln, was zu einer fairen und nachhaltigen Wirtschaftsform führt und dazu beiträgt, die lokalen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen sowie die Landesversorgung aufrechtzuerhalten. Auch sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die erlauben, den künftigen Generationen eine Wirtschaftsordnung zu übergeben, die durch Fairness, gute Lebensqualität und friedliches Zusammenleben geprägt ist.
Neben den Möglichkeiten, die Importe zu regeln, geht es auch um die Bekämpfung von Dumpingpreisen, ruinösem Wettbewerb und Marktmachtmissbrauch, sowohl durch ausländische wie auch einheimische Marktteilnehmer. Die Initiative stellt sich auch gegen Wettbewerbsvorteile durch mindere Qualität (Forderung gleichlanger Spiesse). Produktions- und Versorgungsstrukturen sollen auf lokal-regionaler Ebene gefördert werden. Es geht also um eine Wirtschaftsordnung, die sich vom Lobgesang um den freien Markt löst und sich auf ein ehrliches, dem Menschen dienliches Wirtschaften konzentriert. Eine Forderung, der sich wohl viele Schweizer anschliessen können, damit unsere Bauern und unser Mittelstand nicht durch den ruinösen Wettbewerb ausgelagert werden.    •

Weitere Unterlagen zur Initiative finden Sie unter www.wirtschaft-zum-nutzen-aller.ch 
Ablauf der Sammelfrist: 1. Mai 2013.
Einsendeschluss: 14. April 2013

Eidgenössische Volksinitiative «Für eine Wirtschaft zum Nutzen aller»

Das Unterstützungskomitee Deutschschweiz (www.wirtschaft-zum-nutzen-aller.ch)
lädt ein zur folgenden Veranstaltung:

Pfäffikon (Kt. Schwyz), Seminarhotel Seedamm,
Saal Da Vinci, am Donnerstag, 14. Februar 2013, 19:30 Uhr

Information und Diskussion über die Volksinitiative. Das Wort haben aber vor allem Sie. Wir erwarten eine offene und umfassende Diskussion über Wege zu einer Gesellschaft, die das Gemeinwohl über die wirtschaftlichen Interessen einer Minderheit stellt. Eintritt frei.