Medwedew nennt Prioritäten der russischen G-20-Agenda

Weltwirtschaftsforum in Davos

Die grundlegenden Prioritäten des russischen G-20-Vorsitzes im Jahr 2013 werden laut Premier Dmitri Medwedew darin bestehen, Entscheidungen zu treffen, die die globale Wirtschaft ankurbeln und die Beschäftigung fördern. Dazu gehöre auch eine weitere Umgestaltung des Internationalen Währungsfonds IWF.
«Die wichtigste Priorität besteht zweifellos darin, unsere Bemühungen zu vereinen, um Beschlüsse zu fassen, die das globale Wachstum ankurbeln und den Beschäftigungsgrad erhöhen könnten», sagte Medwedew am Donnerstag bei einer Paneldiskussion der G 20 in Davos.
Zur russischen G-20-Agenda werde auch eine aktive Arbeit zur Förderung einer Reform des IWF gehören.
«Wir werden uns weiter um die Umsetzung des Rahmenabkommens zur Gewährleistung eines sicheren, stabilen und ausgeglichenen Wachstums bemühen.»
Besonderes Augenmerk werde dabei der Wiederherstellung der Investitionsaktivität sowie der Steigerung des Beschäftigungsgrades gelten, so Medwedew.
Grosse Bedeutung komme auch den Welt-Reservewährungen zu.
«Es handelt sich dabei nicht nur um die Währungen, in denen die Zentralbanken ihre Reserven horten […]. Wie die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, beeinflusst die Liquiditätskrise bei den Reservewährungen die Finanzaktivitäten sowie die Volatilität auf den Märkten», betonte Medwedew.
«Deshalb muss die Schaffung von Mechanismen in Erwägung gezogen werden, die die Rolle der Gläubiger der letzten Instanz auf solchen Märkten übernehmen würden.»
Während seines G-20-Vorsitzes werde Russ­land eine maximale Transparenz anstreben, die Kontakte zu internationalen Institutionen maximal entwickeln sowie die Praxis fortsetzen, Staatschefs von nicht zur G 20 gehörenden Ländern zur Teilnahme an diesem Forum einzuladen.
Ausserdem müsse ein aktiver Dialog mit der Geschäftswelt und mit der Zivilgesellschaft geführt werden.
«Russland wird alle Kräfte einsetzen und nach nicht einfachen und zeitgemässen Lösungen der Probleme der Weltwirtschaft suchen, um das Wachstum zu beschleunigen sowie günstige Bedingungen für die Unternehmensaktivitäten zu schaffen und die Beschäftigung zu steigern», so der russische Premier.
Insgesamt handle es sich um acht Prioritäten, zu denen die stabile Entwicklung von globalen Energiemärkten, die Unterstützung des internationalen Handels sowie die Bekämpfung der Korruption gehören.
Der russische Vorsitz habe in einer recht komplizierten Zeit begonnen, in der sich Tendenzen zu einer Verlangsamung der Weltwirtschaft abzeichnen. Während 2010 das globale Wachstum 6 Prozent betrug, lag es 2012 bei 3,3 Prozent und für 2013 sagt der IWF 3,6 Prozent voraus, sagte Medwedew.     •

Quelle: Ria Novosti vom 24.1.2013