Dunant darf nicht vergessen werden

sv. Leben und Werk von Henry Dunant verdienen auch 107 Jahre nach seinem Tod gröss­te Beachtung und Wertschätzung. Als Gründer des «Comité international de secours aux blessés» hat er einen unverzichtbaren Beitrag zur Bildung der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung geleistet.
1901 erhielt Henry Dunant gemeinsam mit dem Gründer der «Französischen Friedens­union» Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis. Damals lebte er bereits seit neun Jahren als Pensionär im Bezirksspital Heiden im Kanton Appenzell. Der Friedensnobelpreis bedeutete für ihn seine Rehabilitation, war er doch jahrelang wegen finanzieller Probleme im calvinistischen Genf geächtet und sogar aus der Rotkreuz-Gesellschaft ausgeschlossen worden.
Ausstellung

«Starke Frauen um Henry Dunant»

1998 wurde im ehemaligen Bezirksspital von Heiden das weltweit einzige Museum für den Gründer des Roten Kreuzes eingeweiht, in dem die Aktualität seines Engagements für eine Welt ohne Krieg und soziale Not dargestellt wird. Initiative, ausserordentliche Frauen des 19. Jahrhunderts beeinflussten Henry Dunant als Wegbereiterinnen und Weggefährtinnen massgeblich. An erster Stelle zu nennen ist seine Mutter, Anne-Antoi­nette Dunant-Colladon, die seinen Blick schon früh für arme und notleidende Menschen schulte. Sie wird gemeinsam mit anderen Frauen wie Harriet Beecher Stowe, der Autorin des Bestsellers «Onkel Toms Hütte», Florence Nightingale, der Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege, der österreichischen Pazifistin Bertha von Suttner und anderen in der Ausstellung «Starke Frauen um Henry Dunant» noch bis zum 22. April 2018 im Henry-Dunant-Museum vorgestellt (Asylstrasse 2, CH-9410 Heiden, www.dunant-museum.ch).

Ein Bilder- und Lesebuch für jedes Alter

Auch das im Verlag Zeit-Fragen erschienene, reich illustrierte Buch «Wer ist Henry Dunant?», gewidmet den Eltern der Autorin Lisette Bors und den Kindern dieser Welt, hält die Erinnerung an Leben und Werk von Henry Dunant wach. Für die Friedenserziehung und die Vermittlung der Bedeutung der gegenseitigen Hilfe unter Menschen und Ländern ist es von unschätzbarem Wert.    •

Das Buch ist in fünf Sprachen erhältlich. Es kostet 26.– Franken oder 20.– Euro. Es kann direkt beim Verlag oder in jeder guten Buchhandlung bestellt werden.

Deutsch: Bors, Lisette. Wer ist Henry Dunant?
Zürich 2010, ISBN 978-3-909234-08-0
Französisch: Bors, Lisette, Qui est Henry Dunant? Zürich 2010, ISBN 978-3-909234-09-7
Italienisch: Bors, Lisette, Chi è Henry Dunant?
Zürich, 2010, ISBN 978-3-909234-11-0
Englisch: Bors, Lisette, Who is Henry Dunant?
Zürich, 2010, ISBN 978-3-909234-10-3
Spanisch: Bors, Lisette, ¿Quién es Henry Dunant? Zürich, 2010, ISBN 978-3-909234-12-7

«Dieses reich bebilderte Buch beinhaltet farbenfrohe Zeichnungen und Fotos und wurde mit grosser Sorgfalt hergestellt. Es erläutert das Leben und das Werk von Henry Dunant und kann in jedem Alter gelesen werden. Es vermittelt interessantes Wissen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.
Der erste Teil erlaubt es Kindern, die Bedeutung von Henry Dunant zu entdecken. Die mit ganzseitigen Illustrationen begleitete Erzählung bietet Eltern, Grosseltern, Lehrpersonen, Erzieherinnen und Erziehern eine ausgezeichnete Möglichkeit, Kindern wichtige Werte unserer Zivilisation zu vermitteln.
Der zweite Teil berichtet detailliert von den verschiedenen Etappen der Entstehung und der Weiterentwicklung des Roten Kreuzes in der Schweiz und in anderen Ländern. Dieses Buch eignet sich bestens als Geschenk und wird für lange Zeit die Familien bereichern.
Auf Grund der hohen Qualität sowohl des Inhalts wie auch der Herstellung wird dieser Bildband von Kinderärzten und Zahnärzten als Bereicherung für das Wartezimmer geschätzt. Auch Gemeinde- und Schulbibliotheken präsentieren dieses Buch gerne in ihrer Ausstellung.
Die Botschaft von Henry Dunant ist bis heute aktuell geblieben: ‹Zivilisation bedeutet gegenseitige Hilfe von Mensch zu Mensch, von Land zu Land.›
Durch die Auseinandersetzung mit den Inhalten dieses Buches wird auch verständlich, weshalb Henry Dunant 1901 der allererste Friedensnobelpreis zugesprochen wurde.»

Nicole Duprat, Primarlehrerin aus Frankreich