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Immer mehr Wölfe kommen nach Österreich

hs. Vor kurzem wurden in Puchberg am Schneeberg/NÖ neun Schafe gerissen. Nach DNA-Tests ist bewiesen: Zum ersten Mal seit Menschengedenken sind Wölfe in dieses Gebiet, etwa 58 Kilometer von Wien entfernt, gekommen. Auf Grund von Artenschutzprogrammen vermehren sich die Raubtiere in den umliegenden Ländern und suchen nach neuen Lebensräumen – auch in Österreich. Für den Biobauern und Schafezüchter Johann Steiner ist das nur ein schwacher Trost. Er züchtet Krainer-Steinschafe, «eine ganz alte Rasse, von der es nur mehr sehr wenige Tiere gibt». Den Überfall des Wolfes hätten die überlebenden Tiere nur schwer verkraftet: «Sie waren eine Woche betroffen und teilnahmslos», so der Züchter. Mittlerweile lässt der Landwirt die Tiere nur mehr tagsüber auf die Weide und sperrt seine Tiere nachts im Stall ein.
Viele Leute hier im Ort trauen sich nicht mehr in den Wald. Schutzmassnahmen wie Herdenhund oder Elektrozaun seien ein Mehraufwand für ihn, sagt Steiner, so die Online-Ausgabe der Tageszeitung «Die Presse» am 28.10.2010. Das ist kein Einzelfall. So wurden im Bezirk Kufstein 6 Schafe gerissen (oe24at vom 10.08.2010), im Gauertal und in Tschagguns (Bundesland Vorarlberg) wurden 15 tote Schafe entdeckt (oe24at vom 27. August 2010), in der Gemeinde Imsterberg (Bundesland Tirol) wurden sieben Schafe gerissen und weitere sind vermisst, berichtet die Online-Ausgabe der «Augsburger Allgemeinen» vom 29. Oktober 2010, und im Juli soll es einen ähnlichen Vorfall im Pitztal gegeben haben, so die «Augsburger Allgemeine».

WWF: Österreich muss sich besser auf Wölfe vorbereiten

«Jetzt ist noch Zeit, sich auf die Wölfe in Österreich vorzubereiten und fachlich fundierte Entscheidungen für den Umgang mit diesen Beutegreifern zu treffen», erklärt Christoph Walder vom WWF, berichtet das Informationszentrum für Landwirtschaft. «Wir brauchen auch in Österreich rasch praktikable Entschädigungsmodelle für die Betroffenen, wie sie in anderen Ländern längst etabliert sind», sagt Walder. In den nächsten Jahren ist mit dem stärkeren Auftreten von Wölfen zu rechnen, wodurch sich auch die Schäden an Haustieren mehren können. Nur durch eine fachlich fundierte Herangehensweise kann die Akzeptanz für die Wiederkehr des Wolfes erhöht und somit sein langfristiges Überleben gesichert werden. (WWF, www.proplanta.de).
Da sind Landwirte und viele Bürger anderer Meinung. Sie sind berechtigt in Sorge. N-tv.de berichtete schon am 18. Mai 2009 von drei schwer verletzten Menschen in Rumänien nach einer Wolfsattacke. Ich meine, dass man wieder ungestört in den Wäldern wandern können muss, ohne sich vor Wölfen fürchten zu müssen. Und die Schafe haben auch ein Recht, nicht verletzt und getötet zu werden. Die Wölfe sollen betäubt und dort ausgesetzt werden, wo sie hinpassen. Warum soll der Wolf in Österreich Schafe und andere Haustiere töten und den Menschen bedrohen dürfen? Will man etwa so den durch die falsche EU-Politik schon schwer angeschlagenen Landwirten das Leben noch schwerer machen? EU-Förderungen werden zugunsten von landwirtschaftlichen Industrien vergeben, und die Kleinbauern müssen um ihr Überleben kämpfen. Täglich müssen in Österreich Bauern auf Grund der EU-Agrarpolitik zusperren. Sollen immer mehr ländliche Gebiete dem Wolf Platz machen? Ist es gar Strategie, die Wölfe in Österreich anzusiedeln? Wann wird dem Treiben ein Ende gesetzt? Sollen erst noch mehr Schafe fürchterliche Qualen erleiden müssen oder gar Menschen zu Schaden kommen?
Auch an diesem Beispiel sieht man, dass die EU die Demokratie und den Rechtsstaat abschafft. Das muss aufhören! Das österreichische Volk soll wieder selbst entscheiden dürfen, und mehr direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild soll möglich sein.     •

Unterstützen Sie das Volksbegehren für den Austritt Österreichs aus der EU. Infos: Initiative für mehr direkte Demokratie, Helmut Schramm, 0043 650 7362200, Postfach 21, 1108 Wien.
www.eu-austritts-volksbegehren.at