Frankreich im ökonomischen Niedergang

In Frankreich spitzt sich die ökonomische Lage weiter zu. Unbeirrbar hält die sozialistische Regierung Hollande an ihrem Zerstörungskurs fest, es fehlen nicht nur überzeugende Konzepte, um «das Ruder herumzureissen», sondern auch die Zeit, dies noch vor dem Eintritt weiterer Zahlungsschwierigkeiten umzusetzen. Statt aber die eigenen Fehler zu analysieren und selbstkritisch nach neuen Konzepten zu suchen, beschimpfen die von Neid getragenen Politfunktionäre Frankreichs Deutschland, an den Problemen Frankreichs Schuld zu sein. Der deutsche Widerstand gegen die Inflationsenteignung der Sparer sowie die deutsche Weigerung zusätzlicher Tributzahlungen innerhalb des europäischen Umverteilungssystems seien schuld daran, dass der Euro so stark, die Einnahmen Frankreichs so gering und die zu geringwertigen französischen Produkte weltweit nicht absetzbar seien. Mit diesem Verhalten wird Frankreich kaum die drohenden Haushaltsschwierigkeiten überwinden. Mit den Forderungen nach einer Inflations- und Abwertungspolitik durch die EZB (Europäische Zentralbank) wechselt Frankreich von der stabilitätsorientierten Seite Deutschlands in das Lager der nach Inflation verlangenden südeuropäischen Pleitestaaten. Mit diesen grundsätzlich verschiedenen Interessen wird kaum eine politische Union Europas formbar werden noch die gemeinsame Währung Euro in dieser Form erhaltbar bleiben. (eh)

Quelle: Vertrauliche Mitteilungen Nr. 4021 vom 12. März 2013