Johannes Agnoli, ein Leben für die Subversion

Johannes Agnoli, ein Leben für die Subversion

von Moritz Nestor

ab./mn. Die Redaktion «Zeit-Fragen» dankt Jutta Ditfurth für den Hinweis, dass für sie und andere Johannes Agnoli (1925–2003) als Theoretiker weiterhin Bedeutung habe. Da ihn in der Schweiz und in Österreich kaum mehr jemand kennt, erkundigten wir uns bei Studienkollegen, die zu Agnolis Zeit am Berliner Otto-Suhr-Institut (OSI) studiert haben. «Das war der Wichtigste – an dem kam bei der Prüfung keiner vorbei!» war unisono die Rückmeldung. Wir hätten eher vermutet, dass im Zusammenhang mit heutigen antidemokratischen Tendenzen die Theorie von Vilfredo Pareto noch einmal ausgeleuchtet werden müsste.
    Dass der Unruheherd bei allen diesen Strömungen aus Übersee kommt, braucht nicht mehr diskutiert zu werden. Ob «Zukunftswerkstätten», «Agglomerationspolitik», Menschenrechte-für-Tiere-Bewegung, neu-grüne Welle oder permanenter «Bürgereinspruch»: es kommt alles so wurzellos, grössenwahnsinnig und ohne Logik daher wie zu Hitlers Zeiten. Und es wird auch so enden. Imperiale Aufträge an die EU – gegen die anderen Völker der Welt!
Agnolis Verachtung des Volkes und radikale Absage an das europäische Staatsmodell mit Gewaltenteilung, Demokratie und Menschenrechten kann vom demokratischen Bürger der Aufklärung nicht hingenommen werden. Interessant aber, dass Agnoli bei Grünen ohne Theorie-Diskussion wieder hoch im Kurs ist. Es soll daher anhand der bemerkenswerten Lebensgeschichte Agnolis, vom glühenden Mussolini-Anhänger zum radikal-linken Agitator der 68er Generation, der geistig-politische Hintergrund des «Marxismus-Agnolismus», wie ihn Agnoli selbst nannte, skizziert werden.
Wäre es nicht sinnvoller, die Historiker der Sozialdemokratie würden ein Handbuch erstellen mit den in Europa im Laufe des ­vorigen Jahrhunderts versuchten Wegen, inklusive des Friedensabkommens der Schweizer 1937? Agnolis Gesellschaftstheorie – wenn es denn eine ist – ist eine Abwandlung von Mussolinis Diktatur-Variante. Doch wer in aller Welt greift heute auf so etwas noch einmal zurück? In Europa, das die Folgen kennenlernte, ganz sicher niemand. In Amerika war Mussolini hoch geschätzt, angeblich weil seine Reparationszahlungen für den Ersten Weltkrieg so pünktlich geleistet wurden. Einem bankrotten Amerika könnte es schon noch einmal einfallen, ein ESM-EU-inklusive-Nordafrika-und-Israel-Grossreich für sich arbeiten zu lassen und ihm auch seine Stellvertreterkriege aufzubürden.
Damit so etwas möglich würde, müsste zuerst in ganz Europa die Demokratie per Dekret vom Tisch gefegt werden. Und das nimmt kein europäisches Volk mehr hin. «Ein Reich, ein Volk, ein (…)!» von Finnland bis Tripolis und Tel Aviv? Hatten nicht Hitlers Pläne in etwa diese Abmessungen, um dann die grosse und mörderische Schlacht gegen Russland in Angriff nehmen zu können? Wer sind die Täter und Täterinnen, die solche Angriffe auf demokratische Völker wagen? Wer sind heute die Auftraggeber, wer die Beauftragten?
Die Lektionen des Zweiten Weltkrieges haben wir, diese Versuche brauchen wir nicht zu wiederholen. Wir müssen nur fähig werden, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, und das erfordert eine ehrliche Diskussion. Die Lektionen der letzten 20 Jahre – der Globalisierungseuphorie und der Missachtung des Nationalstaates – «sitzen» auch, in der ganzen Welt. Brauchen auch keine Wiederholung. Die Kriege der neuesten Zeit – schon gar nicht.
Doch wo sind die Intellektuellen, die sich in das Unglück des Zweiten Weltkrieges noch einfühlen können und wollen? Ohne heutigen Herren zu dienen? Das Unglück als Folge falscher Theorien?
    Haben die Grünen den Auftrag, die Demokratie blutleer zu machen, damit sie dann mit quasi veganen brüchigen Knochen nicht mehr wehrhaft sei gegen die antidemokratische Anmassung des westlichen Gross-Imperiums? Die Demokratie muss zur Gretchenfrage an jeden und jede vor jeder Wahl werden. Und uns Schweizern ist ein besonderes Kleinod von Demokratie anvertraut: Taste keiner es an!

Schon der erste Satz von Johannes Agnolis «Transformation der Demokratie» (1967),1 die für seine bedeutendste Schrift ausgegeben wird, ist eine radikale Absage an Demokratie und Selbstverwaltung: Agnoli beruft sich auf Hegel und die Gräfin Bethusy-Huc: «Das Volk ist nicht in der Lage, sich selbst zu regieren. Regierungsfähig ist nur jeweils eine kleine, elitäre Minderheit.» Im Namen eines (geadelten) Weltgeistes werden 2500 Jahre Denken, Ringen und Kämpfen um Demokratie in den Orkus gekippt! Das sei die «Bibel» der Ausserparlamentarischen Opposition (APO) gewesen, meint Barbara Görres Agnoli, 2004 im Vorwort der Neuausgabe der «Transformation der Demokratie».2 Das Leben des 2003 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Johannes Agnoli stand allerdings immer im Dienste von Krieg und Subversion. Sein Gegner war das europäische Staatsmodell, der Verfassungsstaat der Aufklärung.
Johannes Agnoli wird am 25. Februar 1925 in Valle di Cadore als Giovanni Agnoli geboren, viertes Kind der Margherita und des Pierin Agnoli. Vater Agnoli, in jungen Jahren antikatholischer Rebell, wurde später Anarcho-Syndikalist. Er war sehr vermögend, verlor aber sein Aktienpaket an der Wall Street beim Börsenkrach 1929. Zudem verlor er auch den umfangreichen Haus- und Grundbesitz, weil er für die Schulden eines Freundes bürgte, und verarmte.
Mit der Einschulung wird Giovanni Mitglied der faschistischen Jugendorganisation. Ein sehr guter Schüler, vor allem in Philosophie. Er provoziert den Religionslehrer mit kritischen philosophischen Fragen und weigert sich eines Tages, weiterhin Mathematik zu lernen, «denn die Mathematik gründe auf logischen Gesetzen, für sie sei a = a. Demgegenüber sei er auf Grund seines Studiums der Philosophie von der ‹Wahrheit› der dialektischen Lehre überzeugt, der zufolge a nicht gleich a ist. ‹Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben, wir sind es, und wir sind es nicht.›»3 Die Mutter erklärt sich gegenüber der Schulleitung für ausserstand, den Dickkopf ihres Sohnes umzustimmen. Man löst das Problem schliesslich, indem die Lehrer Giovanni in den Mathematikprüfungen die Lösungen geben.
Drei Jahre vor der Matura schreibt Giovanni Agnoli, nun Provinzialführer der Oberschuljugend innerhalb des faschistischen Jugendverbandes, in der von ihm redigierten Schülerzeitung Lobeshymnen auf den Krieg und die deutschen Siege.4 Der Zweite Weltkrieg ist für den 16jährigen ein «Total-Kampf» zweier Welten: der «Macht des Goldes» und des «Stahlpaktes Italien–Deutschland» mit ihren beiden Führern, «die in der zeitgenössischen Geschichte keinen Vergleich haben, die sich nicht um Opfer und Verluste sorgen, um den vollständigen Sieg zu erringen».5 In der Gefangenschaft wird er später über diese Zeit rückblickend schreiben: «‹Mein Gewissen ist Deutschland› – und baute sich auf Überheblichkeiten, würde man heute sagen, sogar: auf Ungeist.»6 Agnoli wird zu jener Zeit Anhänger von Ugo Spirito und damit «rigoroser Linkshegelianer». Mit Udo Spirito sieht er Bolschewismus und Faschismus in einer geschichtlichen Linie: «Das, was der Bolschewismus nicht erreicht habe, müsse der Faschismus erreichen.»7«Der Faschismus ist in diesem Jahrhundert die einzige neue Sache, die wir auf dem politischen und sozialen Gebiet gesehen haben»,8 schwärmt Agnoli 1942/43, der Faschismus sei «die historische Erhebung zum Leben in einer durchgängigen Humanität.»9 Wie Hitler den Nationalstaat von Weimar als «Systemzeit» verachtete, so verachtet Agnoli jetzt den italienischen Nationalstaat vor Mussolini als «korrupte soziale Vergangenheit».10 Die Überwindung der «korrupten sozialen Vergangenheit» des italienischen Nationalstaates oder der «Systemzeit» der Weimarer Republik ist im Klartext die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie. Das ist Agnolis Programm 1942 und bleibt es sein Leben lang.
Agnoli war kein Mitläufer. Als Provinzialführer der faschistischen Oberschuljugend und Mitarbeiter in der «Kommission für Kultur»11 schreibt er 1943 in der Zeitschrift Dolomiti: «An unsere richtige Sache zu glauben, an die Idee, für die heute viele junge Männer sterben, weil nur wir das Recht haben, uns Verteidiger der Kultur zu nennen: weil unser Glaube nicht nur den Namen Faschismus trägt, vielmehr den Namen Europa.»12
Der faschistische Italiener Agnoli wird wenig später nach der Matura als Freiwilliger in der Waffen-SS für diesen «Glauben» im Partisanenkrieg gegen Tito kämpfen, in einer der übelsten Schlächtereien des Zweiten Weltkrieges.13 Dass dieser, sein Glaube, «nicht nur den Namen Faschismus trägt, vielmehr den Namen Europa» heisst, dass der Faschismus (der korporierte Bürger) zum Ordnungsprinzip des durch den Zweiten Weltkrieg geschaffenen Grosswirtschaftsraums Europa werden soll, in dem die Nationalstaaten bedeutungslos und zu grösseren Verwaltungsgebieten unter den Hegemonialmächten Deutschland und Italien verschmolzen werden. Ziel des Faschismus sei in diesem Sinne «die Freiheit, in der die Frage Herr oder Knecht nicht mehr wichtig ist, weil vor allem derjenige zählt, der würdiger ist und tüchtiger, das Richtige zu tun».14
Parallel dazu holen seit 1940 in HitlerDeutschland auf Bitten der Reichsregierung hin zentrale Instanzen in Wirtschaft und Staat Programme für eine Neuordnung Europas aus den Schubladen, die auf jahre- und jahrzehntelange Vorarbeiten zurückgehen. 1942 zum Beispiel erscheint in der Zeitschrift Die Deutsche Volkswirtschaft ein Programm für die «Konstituierung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft».15 Aus dem Bereich des IG-Farben-Konzerns stammt die Denkschrift von Richard Riedel: «Wege zu Europa – Gedanken über ein Wirtschaftsbündnis europäischer Staaten», ein «Programm für die Schaffung einer europäischen Wirtschaftsgemeinschaft».16

O heilige Einfalt – nach allen Erfahrungen der Geschichte
«‹[…] ob die sich nun bildenden, übernationalen Oligarchien […] es für nötig halten werden, sich in die tradierten, bürgerlichen Regeln der Konstitutionalität zu bequemen. Die Schärfe der sozialen Konflikte, die sich abzeichnen, lässt einige Zweifel daran aufkommen.› Nach der Zerstörung des Nationalstaats steht der Sieg gegen das Kapital noch aus: Dann erst komme die ‹Gesellschaft der Freien und Gleichen›. […] ‹Regierungsfähig ist nur jeweils eine kleine, elitäre Minderheit.›»

Wenn also Agnoli (mit Ugo Spirito) forderte: «Das, was der Bolschewismus nicht erreicht habe, müsse der Faschismus erreichen», schliesst er sich damit dem an, was Trotzki – im Gegensatz zu Stalin, der einen «Sozialismus in einem Lande» wollte – schon im Oktober 1914 für den historischen Zweck des Ersten Weltkriegs ansah: «Der Krieg von 1914 bedeutet vor allem die Zertrümmerung des nationalen Staates als eines selbständigen Wirtschaftsgebietes. […] Die Weltproduktion empört sich nicht nur gegen das national-staatliche Chaos, sondern auch gegen die kapitalistische Wirtschaftsform selbst […]. Für das Proletariat kann es sich nicht um die Verteidigung des überlebten nationalen ‹Vaterlandes› handeln, das zum hauptsächlichen Hemmnis für die ökonomische Entwicklung geworden ist, sondern um die Schaffung eines weit mächtigeren und widerstandsfähigeren Vaterlandes – der republikanischen Vereinigten Staaten Europas, als Fundament der Vereinigten Staaten der Welt.»17
Dass Agnoli Trotzkis Ziele durch den Faschismus quasi einlösen will, zeigt ihn als Trotzkisten, der die permanente Revolutionierung der Verhältnisse in Richtung Globalwirtschaft verfolgt mit dem Ziel: Abschaffung des (National-)Staates. 1996 sollte es dann in seinem Aufsatz «Der Markt, der Staat und das Ende der Geschichte» heissen: «Wir stehen inmitten der Bildung einer Weltmarktgesellschaft […] Globalisierung genannt.»18 Sie bringt den «obsoleten Charakter der politischen Form des Nationalstaats, dem die Ökonomie einer Weltgesellschaft schon längst davongelaufen ist».19
Am 2. Mai 1945 gerät Agnoli in britische Kriegsgefangenschaft und übernimmt im britischen Kriegsgefangenenlager Moascar den Bereich «Reeducational work – Philosophie», den er mit Windelbands Philosophiegeschichte bestreitet. 1948 verfasst er in Moascar das Manuskript «Frühjahrswind», worin er sich, während Deutschland unter Reeducation und Kollektivschuld ächzt, danach sehnt, dass «der deutsche Wind wieder weht, dass das deutsche Volk wieder die Möglichkeit der Durchdringung und Eindringung gewinnt».20 «Es mag unmöglich erscheinen, und doch ist der Deutsche anständig. Gerade als Soldat. Dumm vielleicht, grausam zur Not, aber anständig. Vielleicht ist es auf den Einfluss Preussens zurückzuführen, das nicht nur Paraden zu halten wusste, sondern auch Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit, Anständigkeit und Aufrichtigkeit als Grundmomente des Gesellschaftslebens lehrte»,21 heisst es darin weiter. Der Waffen-SS-Mann Agnoli betreibt im Dienste der Sieger Reeducation, glaubt aber nicht daran. Wie reimt sich dies zusammen?

Zum Glück hat der Verfassungsstaat standgehalten
«1996 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs passt Agnoli die Standbein-Spielbein-Theorie an die neue ‹Weltmarktgesellschaft› der Globalisierung an, die keinen Nationalstaat mehr kennt. […] Der in der Globalisierung absterbende Verfassungsstaat hatte, so Agnoli, immerhin den Vorteil, dass er sowohl Staat des Kapitals war, der der Wirtschaft Regeln gab, als auch das Beteiligungsbedürfnis des Volkes befriedigte.»

Auf eigenen Wunsch wird Agnoli 1948 nach Deutschland entlassen und trifft am 26. September in Urach auf der Schwäbischen Alb ein, wo er in einem Sägewerk Arbeit findet. Seine Lieblingsschwester Giovanna hat, während der Bruder in der SS war, dafür gesorgt, dass Giovanni von 1943 bis 1947 an der Universität zu Padova als Philosophiestudent immatrikuliert war. Zum Wintersemester 1949 schreibt er sich an der Universität Tübingen ein, die 8 Semester Padova werden angerechnet. Ein wohlhabender Kamerad aus der Gefangenschaft finanziert ihm das Studium. Zudem erhält er ein Kriegsteilnehmerstipendium. In Tübingen wohnt er in einem Gartenhaus am Neckar, «wo draussen ein Schild stand ‹Villa Hegel›. In dem Gartenhaus hing über seinem Bett sein deutscher Wehrmachtsstahlhelm», berichtet Gerhard Lehmbruch.22
Agnoli wird in Tübingen Eduard Sprangers Lieblingsstudent. Das Verhältnis endet jedoch, als eine erboste Mutter, deren Tochter von Agnoli schwanger war, bei Spranger auftaucht und dieser erfährt, dass Agnoli Geld, das er sich von Spranger geliehen hat, für die Abtreibung dieser Schwangerschaft benutzt hat. Nach nur vier Semestern beendet Agnoli 1952 sein «gemogeltes Studium» (Agnoli)23 mit dem Doktor­examen. Er lernt im Arbeitskreis für ­Politik Iring Fetscher kennen. In diese Zeit fällt sein erster Kontakt mit der KPD. An der Volkshochschule Stuttgart liest er über Marx. 1957 tritt er in den Tübinger Ortsverein der SPD ein und entwickelt 1958 in einer Arbeitsgruppe, zusammen mit der Assistentin von Ernst Bloch, dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund SDS und anderen einen Gegenvorschlag zum Godesberger Programm, den Agnoli am Godesberger Parteitag einreicht. 1961 wird Agnoli wegen der Zusammenarbeit mit dem SDS aus der SPD ausgeschlossen.24
Bald erhält Agnoli eine Assistentenstelle bei Prof. Hermes in Köln, demgegenüber sich Agnoli als Marxist ausgibt. In einem seiner Seminare verliebt sich Agnoli 1961 in seine 13 Jahre jüngere Studentin Barbara Görres. Zwischen Agnoli und Hermes kommt es bald zum Zerwürfnis, da die Eltern Görres sich bei Hermes beschweren, der Atheist und Marxist Agnoli verführe die Jugend. Kurzfristig beruhigt durch die Verlobung 1962 mit Barbara Görres beendet Hermes jedoch Agnolis Assistenz, als dieser für die Anerkennung der DDR eintritt.
Wolfgang Abendroth, der ein Jahr zuvor zusammen mit Agnoli und anderen Genossen vom SDS aus der SPD ausgeschlossen worden ist, ist mit Ossip K. Flechtheim befreundet, Politikwissenschafter am Otto Suhr Institut OSI der Freien Universität in Westberlin und Begründer der «Futurologie» in Deutschland, die er 1943 im US-Exil entwickelte.25
Flechtheim übernimmt auf Empfehlung Abendroths hin Agnoli 1962 als Assistenten. Im gleichen Jahr lernt Agnoli Peter Brückner kennen und wird 1967 mit ihm zusammen «Die Transformation der Demokratie» veröffentlichen. 1970 wird Agnoli Assistenzprofessor am OSI. Nach der Habilitation 1972 erhält er im gleichen Jahr die Lehrbefugnis und wird als Beamter auf Lebenszeit übernommen. Die Habilitation dreht sich wieder um einen alten Bekannten: Ugo Spirito.
«1977 kam es zu einer ersten Konfrontation Agnolis mit der Staatsmacht.»26 Der Student Klaus Hülbrock veröffentlichte unter dem Pseudonym Mescalero einen «Nachruf» auf den von der Bader-Meinhof-Bande ermordeten Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Darin schildert er seine «klammheimliche Freude» am «Abschuss von Buback».27 Agnoli und andere veröffentlichen das Flugblatt erneut mit dem Argument, es sei eine Absage an Gewalt. Im Berliner Prozess werden alle freigesprochen, nachdem sie den Gerichtssaal zur Agitprop-Bühne umfunktioniert haben.28 Agnoli berichtet stolz, die Leute hätten sich auf den Gängen gesagt: «Diese Professoren machen aus dem Gerichtssaal einen Hörsaal.»29 Bemerkenswerterweise in Hinblick auf seine Vergangenheit in der Waffen-SS und seiner Anhängerschaft zum Links­faschisten Ugo Spirito erklärt Agnoli in seiner Rede, das Wort ‹faschistoid› meine eine «unbewusst-endemische Tendenz, die sich […] im Denken und Handeln breitmacht, von uns Besitz ergreift und sich auch ohne unser Wollen in unseren Köpfen festsetzen kann – selbst in unseren Köpfen.»30
Agnolis «entschiedenes politisches Engagement» beginnt Ende 1966. Er und andere führende Genossen der «Alte-Keulen-Riege», die ihr Studium schon abgeschlossen haben und «die über ein grosses Mass an organisatorischer Erfahrung verfügten»,31 gründen die Novembergesellschaft, eine Geheimgesellschaft, benannt nach der Oktober-Revolution, die im November stattfand. Seine Frau wird Generalsekretärin. Agnoli nennt 1990 als ihre Mitglieder: Horst Mahler, Klaus Meschkat, Ernst-Randolf Lochmann (heute Grüne), Urs Müller Plantenberg (heute Grüne), Solveig Ehrler, Rosi ­Raschnik.32
Unter anderen der tonangebende Horst Mahler erwartet, «nach der Bildung der Grossen Koalition würde sich die SPD spalten, und der SDS sei nicht in der Lage, die Gegner der Grossen Koalition ausserhalb der Studentenschaft aufzunehmen. Insoweit wurde die Gründung einer neuen Partei ins Auge gefasst.»33 Der SDS-Führer Wolfgang Levevre charakterisiert die Novembergesellschaft folgendermassen: «Die November-Gesellschaft hatte sich verstanden als diese sozialistische Avantgarde, die solche Grüppchen wie den SDS von aussen stabilisiert und auf den richtigen Pfad bringt.»34 Barbara Görres Agnoli berichtet in diesem Zusammenhang von einer bemerkenswerten Diskussion in der Novembergesellschaft, «in der über Rudi Dutschke debattiert wurde. Horst Mahler beendete die Diskussion mit der Bemerkung: ‹Den bauen wir auf, und dann bauen wir ihn wieder ab›, dazu machte er eine entsprechende Handbewegung.»35 Agnoli meinte auf die Empörung seiner Frau, «das sei ‹nur typisch Horst Mahler›, den er damals durchaus noch schätzte.»36 Über die Frage, wer «wir» ist, schweigen sich alle aus.
Andere Quellen nennen mehr Mitglieder der Novembergesellschaft: Walter Barthel, Dietrich Staritz, Ulrich K. Preuss, Lothar Pinkall, Bernhard Blanke und Carl Guggomos.37
Carl Guggomos, Redaktor beim «Berliner Extra-Dienst» (ed), war Stasi IM «Gustav».
Walter Barthel, Geschäftsführer des ed, war IM «Kurt».38 Das MfS lieferte ihnen Material.39 Guggomos und Barthel führen von 1979 bis 1982 die linke Zeitung «Die Neue». Barthel, früher aus der DDR: FDJ, SED und Politoffizier der Volkspolizei, führte seit 1958 für den westdeutschen Verfassungsschutz drei Jahre lang in Köln die Zeitung «Der dritte Weg», gegen aussen ein Organ der IG-Metall.40 Zur gleichen Zeit ist er V-Mann für den Verfassungsschutz.41 1960 wird er hauptamtlicher Sekretär des Berliner Landesverbandes des SDS.42 (Nur nebenbei: Im Bundesverband des SDS sitzt zudem Peter Heilmann als IM «Pepperkorn».)43
Auch Dietrich Staritz, Freund von Walter Barthel, ist bei der Stasi als IM «Erich» und gleichzeitig beim westdeutschen Verfassungsschutz.44
Barthel und Guggomos, beide Redakteure der Zeitung «Heute», übernehmen 1967 die Redaktion des von der Novembergesellschaft gegründeten «Berliner Extrablatt».45 Es geht schnell wieder ein,46 und auf Initiative von Guggomos gründet die Novembergesellschaft im Mai 1967 den «Berliner Extra-Dienst». Er wird regelmässig aus der DDR mitfinanziert.47
1967 gründet die Novembergesellschaft den Republikanischen Club (RC) in Berlin, «Zentrum der Linken» (Agnoli). «Der RC bedeutete direkte politische Aktion», sagt Agnoli.48 Zur Führungsriege zählen: Johannes Agnoli, Horst Mahler (SDS), Ossip K. Flechtheim, William Borm, Hans Magnus Enzensberger, Wilfried Gotschalch, Ekkehard Krippendorff, Klaus Meschkat (SDS-Vorsitzender), Nikolaus Neumann, Wolfgang Neuss, Lothar Pinkall (IG Metall) und Man­fred Rexin, Kurt Nevermann (SPD), Marianne Regensburger (RIAS Berlin). In der BRD bestehen ein Jahr später schon 42 Republikanische Clubs bzw. Clubs Voltaire.49
Im RC entsteht die Union der fortschrittlichen italienischen Emigranten, aus der 1969 die Arbeitsgruppe Berlin-Wolfsburg hervorgeht,50 die die Zeitung «L’emigrante in Lotta» herausgibt.51 Agnoli hält an der Technischen Universität für sie Kurse in Politökonomie, Marxismus.52 Am Wochenende fährt man nach Wolfsburg, um die italienischen Gastarbeiter in dem «Lager» vor den Toren des VW-Werkes zu agitieren. Agnoli: «1970 haben wir dann das Lager zur Explosion gebracht. Da sind 7000 Italiener zum ersten Mal am 1. Mai mit roten Fahnen durch Wolfsburg marschiert. […] und dann […] wollten etwa 100 K-Gruppen-Mitglieder, Genossen, die Führung übernehmen. […] Da hab ich ins Mikrofon gesagt: ‹An der Spitze marschieren nicht die deutschen Genossen, an der Spitze marschieren wir selber, denn wir sind die Revolution.›»53 In Wolfsburg agitierten bis in die 70er Jahre hinein DKP (und ihr Radio Freiheitssender 904), PCI (und ihr Zentralorgan L’Unita), Radio Prag, Radio Budapest, K-Gruppen und Studenten das dortige «Proletariat».54

Die Abschaffung des Staates durch den «Marximus-Agnolismus»

1968 verfasst Agnoli die «Thesen zur Transformation der Demokratie und zur Ausserparlamentarischen Opposition»,55 eine Kurzform der 1967 erschienenen «Transformation der Demokratie». Nach dem Mord an Benno Ohnesorg durch den Stasi-Agenten Kurras sind diese «Thesen zur Transformation der Demokratie» Grundlage einer Strategiediskussion im Republikanischen Club: Die sich militant radikalisierende APO wird zur «Selbsthilfe» aufgerufen. Sowohl Johannes Agnoli als auch Peter Brückner zählen zu den vielen Sympathisanten und auch Logisgebern von Ulrike Meinhof.56
Seine Witwe schreibt: «Agnoli war gegen das Gewaltmonopol des Staates. Gewalt ist, wenn überhaupt, dann auf beiden Seiten gerechtfertigt.»57 «Ablehnung des Gewaltmonopols des Staats» heisst Faustrecht. Gewalt, auf «beiden Seiten gerechtfertigt», heisst Bürgerkrieg, Klassenkampf. Agnoli taktierte lediglich: «Wichtig ist, […] dass in der Gewaltanwendung die Vernunft die Oberhand behalten muss», sagt Agnoli 2001.58 Da Marx die Vernunft als bürgerliche Chimäre ablehnte, kann Agnoli hier meinen: «Krieg ist der Vater aller Dinge.» Daher ist für ihn als Radikalen «Gewalt ein Kampfmittel», «also nicht mit dem Ziel identisch», gibt Barbara Görres Agnoli, ihren Mann, wieder.59 Es ergibt sich damit eine ideologische Linie von Hegel/Marx über den Faschisten Ugo Spirito und Marcuses «repressive Toleranz», die «linke» Gewalt bejaht und «rechte» Gewalt verteufelt, bis hin zur Transformation der Demokratie, wo es heisst: «Das nicht mehr vertretene Volk, zumindest die nicht mehr vertretenen Gruppen und Klassen, müssen um der Demokratie willen zur Selbsthilfe greifen.»60 Ulrike Meinhof leitet aus dieser Leninschen Interpretation des parlamentarischen Systems als «Staat des Kapitals», der keinen Spielraum mehr für demokratische Opposition lasse, die Notwendigkeit des Bürgerkriegs ab: «Der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch […] und natürlich kann geschossen werden»,61 denn nach Meinhof sind Polizei und SS identisch.62
«Einen Namen hat er sich», schreibt Barbara Görres Agnoli in der biographischen Skizze über ihren Mann, «durch die ‹Transformation der Demokratie› sowie durch seine wissenschaftliche Analyse des Faschismus und auch der ‹Form Staat› gemacht. Die zentrale Fragestellung war und blieb für ihn, wodurch diese ‹Form Staat›, also die bürgerlich-kapitalistischen Herrschaftsverhältnisse, zu überwinden sein könnte. Die Antwort lautete in zunehmender Deutlichkeit: durch Subversion.»63 Die permanente Revolution. Oder, wie Agnoli Marx zu Beginn seiner Transformation sagen lässt: «Man muss die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen zwingen [….]».64 In einem Gespräch mit Joachim Brun umreisst Agnoli die Grundzüge der Subversion: «Geduld und Ironie» brauche, wer den Staat zerstören wolle. «Ich bin eher der Meinung, dass es notwendig ist, mit den Waffen der anderen zu arbeiten. […] Zersetzung des Konsens […] von innen her.»65
Man hat den «Marxismus-Agnolismus» auch «Standbein-Spielbein-Taktik» genannt: Der demokratische Verfassungssstaat nach 1945 sei, so die Theorie nach Agnoli, vollständig in der Hand des Kapitals. Im Parlament sei nur die herrschende Klasse vertreten bzw. deren Agenten. Dadurch sei das Parlament keine Volksvertretung. In der realen Gesellschaft bestehe aber ein Gegensatz zwischen herrschender und unterdrückter Klasse. Wenn das Volk sich in diesem Staat Gehör verschaffen wolle, könne es das nur ausserhalb des Parlamentes, denn das Parlament habe sich vollständig gegen das Volk abgeschottet: So rechtfertigte die Ausserparlamentarische Opposition die Gewalt der Strasse (Spielbein) und ihr «Man muss die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen zwingen […].» Allenfalls könne man mit fortschrittlichen Volksvertretern oder Gruppen im Parlament zusammenarbeiten (Standbein). Aber alle fortschrittlichen Kräfte, so auch Agnolis oberlinke Kritik an den Grünen, würden vom System aufgesogen und pass­ten sich den «Systemzwängen» an, sobald sie ins Parlament gewählt würden. In Agnolis 68er Deutsch klingt das so: «Ausserparlamentarische Opposition ist […] nicht gleich antiparlamentarisch. Sie ist vielmehr die normale Form der Beteiligung unzufriedener Gruppen am politischen Leben gerade der parlamentarischen Demokratie, und zwar als Stütze und zugleich Verlängerung der ­Politik oppositioneller Parlamentsparteien.»66 Die revolutionäre Gewalt ist also «die normale Form der Beteiligung unzufriedener Gruppen am politischen Leben gerade der parlamentarischen Demokratie».67 Ist nur logisch, denn man vergesse Agnolis antidemokratischen Grundsatz nicht: «Das Volk ist nicht in der Lage, sich selbst zu regieren.»
1996 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs passt Agnoli die Standbein-Spielbein-Theorie an die neue «Weltmarktgesellschaft» der Globalisierung an, die keinen Nationalstaat mehr kennt.68 Vom Verfassungsstaat bleibt nur noch ein Machtapparat übrig. Rechtsstaatlichkeit und Verfassung sind dahin. Der in der Globalisierung absterbende Verfassungsstaat hatte, so Agnoli, immerhin den Vorteil, dass er sowohl Staat des Kapitals war, der der Wirtschaft Regeln gab, als auch das Beteiligungsbedürfnis des Volkes befriedigte. «Wir gingen also politisch keineswegs freundlichen Zeiten entgegen», meint der alte Agnoli, denn wenn der Nationalstaat nun wegfalle, müsse es immer noch eine Kontrolle des globalisierenden Kapitals geben, «und das will heissen: ob die sich nun bildenden, übernationalen Oligarchien […] es für nötig halten werden, sich in die tradierten, bürgerlichen Regeln der Konstitutionalität zu bequemen. Die Schärfe der sozialen Konflikte, die sich abzeichnen, lässt einige Zweifel daran aufkommen.»69
Nach der Zerstörung des Nationalstaats steht der Sieg gegen das Kapital noch aus: Dann erst komme die «Gesellschaft der Freien und Gleichen». Eine solche globale Gesellschaft ohne Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit, was ja den verhassten bürgerlichen Staat ausmachte, kann nur die Herrschaft einer Elite sein, denn Agnolis Hegelscher Fixstern lautet ja: ­«Regierungsfähig ist nur jeweils eine kleine, elitäre Minderheit.»    •

 

1    Agnoli, Johannes (1967): Die Transformation der Demokratie. In: Görres Agnoli, Barbara (Hg.) (2004): Johannes Agnoli. Die Transformation der Demokratie und verwandte Schriften. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 13–94.
2    Görres Agnoli, Barbara (Hg.) (2004): Johannes Agnoli. Die Transformation der Demokratie und verwandte Schriften. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 7.
3     Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 22.
4    ebd S. 24
5    Agnoli, Giovanni (1941): Ein Blick auf die Welt im Kampf, Il Tiziano, Jahr 1/Nr. 1. Zit. nach: Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 28.
6     Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 24.
7     ebd. S. 29.
8     ebd. S. 29.
9     ebd. S. 29.
10     ebd. S. 29.
11     ebd. S. 30.
12     ebd. S. 29.
13    Goethe-Institut: Johannes Agnoli. Anarchistischer Marxist und Meister der Subversion, S. 1.
14    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 29.
15    Schumann, Wolfgang et al. (1977): Konzepte für die «Neuordnung» der Welt. Dietz. Berlin (Ost), S. 126f.
16    Weltherrschaft im Visier, Dokument 153, S. 373ff. Zitiert nach: Schumann, Wolfgang et al. (1977): Konzepte für die «Neuordnung» der Welt. Dietz. Berlin (Ost), S. 129.
17    Trotzki, Leo (1914): Der Krieg und die Internationale. In: Deutscher, Isaac et al. (Hg.) (1981): Leo Trotzki. Politische Erfahrung im Zeitalter der permanenten Revolution. Suhrkamp. Frankfurt/Main. S. 74, 75, 77.
18    Agnoli, Johannes (1995): Der Markt, der Staat und das Ende der Geschichte. In: Agnoli, Johannes (1967): Die Transformation der Demokratie. In: Görres Agnoli, Barbara (Hg.) (2004): Johannes Agnoli. Die Transformation der Demokratie und verwandte Schriften. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 203f.
19    ebd. S. 204f.
20    Agnoli, Johannes (1948): Frühjahrswind. Unveröffentlichtes Manuskript. Moascar. Zitiert nach: Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 36.
21    ebd. S. 36.
22    Transkript des Interviews vom 26. Januar 2010 in Tübingen mit Prof. em. Dr. Gerhard Lehmbruch, S. 6.
23    Görres Agnoli Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 80.
24    Vgl. Die Zerstörung des Staates mit den Mitteln des Marxismus-Agnolismus. Johannes Agnoli im Gespräch mit Joachim Bruhn. S. 2. URL: http://www.linke-buecher.de/texte/kommunismus/Agnoli-Johannes--Gspraech-ueber-Kommunismus-und-Osso-buco---von---www.mund.at.htm  (eingesehen am 26.7.2011)
25    Wikipedia: Ossip K. Flechtheim. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Ossip_K._Flechtheim.htm  (3.8.11)
26    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 56.
27    Wikipedia: Göttinger Mescalero URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Göttinger_Mescalero.Htm (3.8.2011)
28    Vgl. Agnoli, Johannes et al. (1979): «… da ist nur freizusprechen.» Die Verteidigungsreden im Berliner Mescalero-Prozess. Rowohlt. Hamburg.
29     Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 91.
30    Agnoli, Johannes et al. (1979): «… da ist nur freizusprechen.» Die Verteidigungsreden im Berliner Mescalero-Prozess. Rowohlt. Hamburg, S. 83.
31    Fichter, Tilman & Lönnendonker (1977): Kleine Geschichte des SDS. Der Sozialistische Deutsche Studentenbund von 1964 bis zur Selbstauflösung. Rotbuch Verlag. Berlin, S. 101.
32    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 82.
33    Fichter, Tilman & Lönnendonker (1977): Kleine Geschichte des SDS. Der Sozialistische Deutsche Studentenbund von 1964 bis zur Selbstauflösung. Rotbuch Verlag. Berlin, S. 101. (Vgl. auch: Klein, Thomas (2009): Die DDR und die APO. In: telegraph – ostdeutsche zeitschrift 118/119 2009, S. 3.)
34    ebd. S. 101, Fussnote 159.
35    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 130.
36    ebd. S. 130.
37    Vgl. Klein, Thomas (2009): Die DDR und die APO. In: telegraph – ostdeutsche zeitschrift 118/119 2009. Anm. 42. URL: http://www.schattenblicke.de/infopool/medien/altern/tele-107.html  (26.7.2011)
38    Wikipedia: Carl Guggomos. URL: http://wikipedia.org/wiki/Carl_Guggomos.html (26.7.2011)
39    Vgl. Wikipedia: Carl Guggomos. in den Anmerkungen 3,4,8 und 9 zitierte Quellen.
40    Wikipedia: Walter Barthel. URL: http://wikipedia.org./wiki/Walter_Barthel_(Journalist).html. (26.7.2011), S. 1.
41    edd. S. 1.
42    Knabe, Hubertus: «Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall». URL: http://www.faz.net/s/Rub0FA9A4B1B13749AC97BC3B6889482661/Doc
43    ebd.S. 3.
44    ebd. S. 4.
Wikipedia: Walter Barthel. URL: http://wikipedia.org./wiki/Walter_Barthel_(Journalist).html. (26.7.2011), S. 2.
45    Rote Presse Korrespondenz: Warum eine neue Korrespondenz? Gründungserklärung der «RPK»-Redaktion vom 22.2.1969. URL: http://www.infopartisan.net/archive/1967/266742.html  (26.7.2011), S. 2.
46    Extra-Dienst GmbH: Extra über uns. Redaktionskollektiv will «Enteignung». In: Extra-Dienst vom 5.2.1969. URL: http://www.infopartisan.net/archive/1967/266742.html  (26.7.2011), S. 2.
47    Wikipedia: Walter Barthel. URL: http://wikipedia.org./wiki/Walter_Barthel_(Journalist).html . (26.7.2011), S. 1.
48    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 83
49    Vgl. Wikipedia: Republikanischer Club. URL: http://de.wikipedia.org/wili/Republikanischer_Club.html  (1.8.2011)
50    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 84.
51    Richter, Hedwig & Richter, Ralf: Italienische «Gastarbeiter» im Ost-West-Konflikt. Kommunistische Propaganda und Überwachung zwischen Italien, BRD und DDR in den 1960er Jahren, S. 462.
52    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 84.
53    ebd. S. 84f.
54    Richter, Hedwig & Richter, Ralf: Italienische «Gastarbeiter» im Ost-West-Konflikt. Kommunistische Propaganda und Überwachung zwischen Italien, BRD und DDR in den 1960er Jahren, S. 462.
55    Agnoli, Johannes (1968): Thesen zur Transformation der Demokratie und zur ausserparlamentarischen Opposition. In: neue kritik Nr. 47, April 1968, 9. Jg., S. 24–33. [Herausgegeben vom Bundesvorstand des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes SDS]
56    Ditfurth, Jutta (2009): Ulrike Meinhof. Ullstein. Berlin, S. 288.
57    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 76.
58    ebd. S. 77.
59    Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 77.
60    Agnoli, Johannes (1968): Thesen zur Transformation der Demokratie und zur ausserparlamentarischen Opposition. In: neue kritik Nr. 47, April 1968, 9. Jg., S. 24–33. [Herausgegeben vom Bundesvorstand des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes SDS], S. 31.
61    Ditfurth, Jutta (2009): Ulrike Meinhof. Ullstein. Berlin, S. 287.
62    ebd. S. 334.
63     Görres Agnoli, Barbara (2004): Johannes Agnoli. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 65.
64    Johannes Agnoli. Die Transformation der Demokratie und verwandte Schriften. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 13.
65     Vgl. Die Zerstörung des Staates mit den Mitteln des Marxismus-Agnolismus. Johannes Agnoli im Gespräch mit Joachim Bruhn. S. 3. URL: http://www.linke-buecher.de/texte/kommunismus/Agnoli-Johannes--Gespraech-ueber-Kommunismus-und-Osso-buco---von---www.mund.at.htm  (eingesehen am 26.7.2011)
66    Agnoli, Johannes (1968): Thesen zur Transformation der Demokratie und zur ausserparlamentarischen Opposition. In: neue kritik Nr. 47, April 1968, 9. Jg., S. 24–33. [Herausgegeben vom Bundesvorstand des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes SDS]
67    ebd.
68    Agnoli, Johannes (1996): Der Markt, der Staat und das Ende der Geschichte. In: Agnoli, Johannes (1967): Die Transformation der Demokratie. In: Görres Agnoli, Barbara (Hg.) (2004): Johannes Agnoli. Die Transformation der Demokratie und verwandte Schriften. Konkret Literatur Verlag. Hamburg, S. 203.
69     ebd. S. 209.
 

Unsere Website verwendet Cookies, damit wir die Page fortlaufend verbessern und Ihnen ein optimiertes Besucher-Erlebnis ermöglichen können. Wenn Sie auf dieser Webseite weiterlesen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 

Wenn Sie das Setzen von Cookies z.B. durch Google Analytics unterbinden möchten, können Sie dies mithilfe dieses Browser Add-Ons einrichten.