Basiswiderstand gegen Verkleinerung der Armee in der Schweiz

Basiswiderstand gegen Verkleinerung der Armee in der Schweiz

Gruppe Giardino verabschiedet Resolution gegen die Verschrottung der Spz 63/87

Private Patenschaft für Schützenpanzer kommt

ab/me. An der Generalversammlung vom Samstag, 3. März 2012, in Bern hat die Gruppe Giardino eine Resolution verabschiedet, welche die Verschrottung von rund 350 kampfwertgesteigerten Schützenpanzern Spz 63/89 (M113) stoppen soll. Die Gruppe Giardino ist eine überparteiliche Basisbewegung in der Schweiz, welche zu Recht die schweizerische Armee- und Sicherheitspolitik in einer desolaten Lage sieht und «eine radikale Kurskorrektur der Sicherheitspolitik» fordert.
Die Generalversammlung beauftragte den Vorstand:
-    mittels einer richterlichen superprovisorischen Verfügung den Abtransport der einsatzfähigen rund 350 Schützenpanzer Spz 63/89 ab Lagerhallen Turtmann/Wallis zur Abwrackfirma Schnyder Gotthard AG, Emmen/LU zu stoppen,
-    zeitverzugslos abklären zu lassen, gegen welche Person oder welches Organ eine Strafanzeige wegen fahrlässiger und widerrechtlicher Verschrottung von Armee-Material eingereicht werden kann, und nach unverzüglicher juristischer Prüfung und Beurteilung sofort eine Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft einzureichen.
Der Sprecher der Arbeitsgruppe Schützenpanzer, Willy P. Stelzer (Major der Panzertruppen), erläuterte auf Anfrage:
«Diese Panzer sind voll funktionsfähig und wären einsatztauglich. Sie standen während Jahren in Turtmann in Kavernen. Die Brennstofftanks waren mit Diesel gefüllt. Nach Einbau der Batterien konnten die Panzer sofort wieder in Gang gesetzt werden. Die Behauptungen von Bundesrat Maurer, die Panzer seien veraltet und nicht mehr funktionstüchtig, sind unzutreffend. Die M113 werden weiterhin von über 57 Ländern (auch in Kriegsgebieten) eingesetzt, darunter den USA, Israel, Italien, Schweden, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, der Türkei und von der brasilianischen Armee. Auch in Deutschland waren die M113 bis 2010 im Einsatz (aber keine kampfwertgesteigerten Modelle). Nur die Hizbollah und libanesische Privatarmeen haben den M113 ausgemustert.
Die Verschrottung ist unverantwortlich. Unsere Truppen der Armee XXI haben teilweise gar keine zugeteilten Fahrzeuge oder müssten mit Lastwagen ungeschützt transportiert werden. Wenn das VBS wenig Geld hat zum Kämpfen, muss nicht einsatzfähiges Material für Millionen verschrottet werden. Das ist nicht nur unverständlich, sondern unsinnig! Dagegen wehren wir uns.»
Stelzer fuhr fort, dass Gespräche mit anderen Gruppierungen der Zivilgesellschaft laufen. Es rege sich breiter Unmut. Man habe die Abstimmung darüber, dass das Gewehr beim Wehrmann bleibt, mit überwältigender Mehrheit gewonnen. Damit seien Entwaffnung und Abrüstung vom Volk gestoppt worden. Darum würde jetzt mobilisiert.
Bereits hätten mehrere Familien erklärt, sie wollten eine Patenschaft für einen Schützenpanzer übernehmen. Sie sind bereit, auf ein Sonderkonto jährlich die Kosten für den Unterhalt und die Einlagerung eines Schützenpanzers zu überweisen.
Stelzer erwartet, dass in Kürze eine dreistellige Zahl von Patenschaften für die Schützenpanzer vergeben sein werde. «Wenn die Einmottung das VBS nichts koste, besteht auch kein Grund für eine Verschrottung.» Es soll im Sinne der Public-Private-Partnership ein Joint Venture zwischen Privaten und dem VBS gemacht werden. Man könne sich auch eine Stiftung vorstellen, welche die Patenschaften verwalte. Major Stelzer ist zuversichtlich, dass eine breite Basisbewegung bis Ostern stehe.
Der Präsident von Giardino, der promovierte Historiker Hermann Suter sagte: «Als ehemaliger Rektor des Lehrerseminars der Stadt Luzern bin ich sicher, dass ganze Familien eine Patenschaft für einen Schützenpanzer übernehmen können, oder auch Schulklassen.» Die Kinder dürfen den «Schützenkübeln», wie er die Schützenpanzer nennt, dann einen Namen aus der Schweizer Geographie oder Geschichte geben. Die Kinder könnten dann kommen und diese aufpinseln. Suter meint: «Namen wie Wilhelm Tell, oder Bruder Klaus sind gut, auch Fussballer wie Xherdan Shaqiri oder Uhrenpapst Nicolas Hayek sind zu erwarten. Henri Guisan oder Elsie Attenhofer, Margrit Läubli sind auch in Ordnung.» Dann beginnt er zu schmunzeln und sagt: «Nur bei Namen wie Samuel Schmid oder Eveline Widmer-Schlumpf müsste ich dann nochmal mit den Schülern reden.»
Damit spielte Suter wohl auf den Umstand an, dass diese unselige Dame jüngst im Bundesrat dafür sorgte, dass die Regierung sich nicht an den Auftrag des Parlamentes halten will, nämlich etwas mehr Geld für die Armee bereitzustellen: Das Parlament solle noch einmal auf seinen Entscheid zurückkommen. Das ist staatsrechtlich und staatspolitisch unerhört. Der Bundesrat ist der Angestellte des Volkes, und er soll sich auch so benehmen wie ein Angestellter gegenüber demjenigen, der den Lohn zahlt. Der Bundesrat ist nicht der Chef. Die oberste Behörde sind Volk und Parlament.
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Recht hat er. Der Moment ist gekommen, wo sich die Bevölkerung breit einmischen muss. Der Schabernack, dass modernes Armeematerial, das vor kurzem für viel Geld (nota bene Steuergelder!) auf den neuesten Stand (z.B. Zusatzpanzerung etc.) gebracht wurde, verschrottet wird, muss gestoppt werden. Unorthodoxe Methoden sind nötig. Der Etatismus übelster Sorte im Bundeshaus muss weichen. Wenn das VBS will, kann es auch einen Tahir-Platz haben. Genug ist genug. Wir wollen, dass oben wieder Denkkraft und Rückgrat gezeigt oder abgedankt wird. Man soll nein sagen. Gegen Steinbrücks Kavallerie helfen die M 113 noch lange, und unser Nachbarland Frankreich, eine Atommacht, führt Krieg in Libyen und jetzt in Syrien. Ohne Uno-Mandat. Jedenfalls wollen wir keine Unterwerfungsgesten, keine Abrüstung gegen den Willen der Bevölkerung. Wenn der SVP-Bundesrat dies jetzt nicht kapiert, dann eben später.

Übrigens: Zum Thema Philipp Hildebrand und Schützenpanzer: Hatte er Mitwisser? Die Frankenanbindung an den Euro war lange geplant. Es war etwas sehr Seltenes: aber eine ganz sichere Sache, um mit Insiderspekulationen etwas Geld zu verdienen. Hat in der ganzen Schweiz wirklich nur die pakistanisch-amerikanische Frau unseres schönen damaligen Notenbankpräsidenten ein Insidergeschäftli gemacht? Waren alle anderen im ganzen Land durch und durch integer? Alle? Oder waren andere Mitwisser und Mitwisserinnen im Bundesrat, in der Bundesverwaltung, im Aufsichtsgremium über die Nationalbank und wo auch sonst noch auch charakterschwach? Wurden von weiteren Personen kleine «Nebengeschäftli» gemacht? Und weiss Herr Hildebrand davon? War dies etwa der Grund, warum er mit solcher Nibelungentreue verteidigt wurde? Oder war es Liebe? Hat er mit seiner erotischen Ausstrahlung Frau Widmer-Schlumpf beeindruckt? So oder so: Wer solche Geschäfte gemacht hat, ist ein Sicherheitsrisiko für unser Land. Es gibt Mitwisser, Bankangestellte zum Beispiel. Wer solche Geschäfte gemacht hat, ist erpressbar. Diese Damen und Herren sollten besser unauffällig aus gesundheitlichen Gründen aus den Ämtern gehen, als auf die Aufdeckung zu warten. Jedenfalls sollten sie blitzartig die Abrüstung der Schweiz stoppen helfen.

Der Vernichtungsplkan für 350 kampfwertgesteigerte Schützenpanzer

me. Wie uns zu Ohren gekommen ist, soll ab Januar 2012 an zwei Standorten (in Emmen und Ecublens) mit der Verschrottung der in den alten Flugzeug­stollen von Raron und Turtmann (VS) «versteckten» mehrmals kampfwertgesteigerten 350 Stück M113 63/89 Schützenpanzer begonnen werden. Diese Version Schüpa haben erst vor wenigen Jahren eine hochmoderne neue Panzerung erhalten und den stärksten Turbodiesel, der je in einen M113 weltweit eingebaut wurde, welche ihm rasante Beschleunigung und Wendigkeit ermöglichen. Auch verfügt er zur Selbstverteidigung über eine 20mm-Kanone. Die Fahrzeuge beschleunigen unverschämt und sind fast gleich schnell wie die Leopard Kampfpanzer.
Der Schredderauftrag wurde erteilt an: Gotthard Schnyder AG, Emmen, und Thevenaz-Leduc, Ecublens VD. Monatlich sollen rund 30 Stück M113-Schützenpanzer geschreddert werden. Gemäss unseren Quellen sind die Fahrzeuge in sehr gutem Zustand und einsatzbereit.
Der Schützenpanzer wiegt rund 11 000 kg. Die Hälfte, also 5500 kg, sind Aluminium. Der Aluminiumpreis liegt bei knapp CHF 2000.– pro Tonne. Man erhält also höchstens CHF 10 000.– pro Panzer. In der aktuellen Ausführung kostet er den Preis von CHF 430 000.–.
Rechne: 350 Stück mal CHF 430 000.– Stückpreis ergibt rund CHF 150 Mio. Das VBS will also 150 Mio. vernichten und erhält dafür etwa 4.1 Mio. von der Aluminiumschmelze. Nebenbei: Der Wiederbeschaffungswert, wenn einmal neue Schützenpanzer beschafft werden müssten, ist mindestens 5- bis 10mal höher, also über eine Milliarde Franken!
Es kann doch nicht sein, dass Maurer und Blattmann neue Gripen wollen, aber auf der anderen Seite einsatzbereites Armeematerial im Wert von 150 Mio. gegen den Willen der Bevölkerung vernichtet wird.

Youtube: Fahrt zur Verschrottung

Auf Youtube kann man sehen, wie die zweite Tranche der Schützenpanzer in die Verschrottung fährt. Sie sind fit, wirken neu, haben einen kernigen Sound der starken, neuen Turbodieselmotoren, und man sieht, welchen Spass die Fahrer an diesen gepanzerten Ferraris haben. Es sind mehrere Filme.
http://www.youtube.com/watch?v=S_ntiDPzzBE&feature=related

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